AKTUELLES


  • Lärmsanierung an der Osttangente:
    Im Rahmen der N02 Lärmsanierung Osttangente Basel verlangten viele Einsprechende als Lärmverminderungsmassnahme eine Temporeduktion auf der Osttangente von 80 km/h auf 60. Diese Forderung wird vom Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt sowie von diversen Basler Kantonal- und Bundesparlamentarier*innen unterstützt. Zur Beurteilung dieser Temporeduktion beauftragt das UVEK das Bundesamt für Strassen (ASTRA), ein Gutachten einzuholen. Die Einsprechenden wurden mit diesem Schreiben vom 9. Dezember 2020 darüber informiert. Selbstverständlich begrüssen wir diesen Schritt.

  • Der Bundesrat genehmigt 2.36 Milliarden Franken für den Bau des Rheintunnels:
    Verschiedene Medien haben über diesen Entscheid berichtet. Eine Auswahl:


    Der Baubeginn für den Tunnel soll 2029 erfolgen und 2039 soll er eröffnet werden. Das ist spät, Regierungsrat Hans-Peter Wessels hofft auf eine frühere Fertigstellung. Da die oberirdische Osttangente auch bei einer Beschleunigung des Rheintunnelbaus während mindestens 15 Jahren weiter bestehen soll, muss die Anwohnerschaft in dieser Zeit mit wirkungsvollen Massnahmen vor dem unerträglichen Lärm geschützt werden. Bruno Keller hat diese Forderung im Interview mit Telebasel (siehe oben) und in einem Leserbrief an die bz erneut betont.

  • Das Astra nimmt die Bedürfnisse der lärmgeplagten Anwohnerschaft der Osttangente nicht ernst:
    Wir kämpfen schon lange für das Ziel, eine Lärmreduktion mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf der OT durchzusetzen, da dies die beste und kostengünstigste Lösung ist. Der Grosse Rat beauftragte die Basler Regierung im Mai 2020, sich in Bern für Tempo 60 für Lastwagen auf diesem Autobahnabschnitt einzusetzen. Per Brief vom 24. Juni unterbreitete die Regierung dem Astra das Anliegen. Das Bundesamt für Strassen bleibt jedoch stur und schmettert das Begehren ab. Unverständlich sind die Begründungen. Der Nachweis der Zweck- und Verhältnismässigkeit sowie der Notwendigkeit sei nicht erbracht. Zudem bestehe die Gefahr des Ausweichverkehrs, was das lokale Strassennetz überlasten würde. Das ist absurd, ist doch bei hohem Verkehrsaufkommen und Staugefahr schon jetzt auf der OT Tempo 60 signalisiert. Bruno Keller hat dazu einen Leserbrief verfasst, der am 24. September 2020 in der BaZ veröffentlicht wurde. Wir bleiben hartnäckig dran, politisch wird das Begehren sowohl auf kantonaler (Anzug Mathys und Konsorten) als auch auf eidgenössischer Ebene (Interpellation Jans) weiter verfolgt.

  • Es tut sich was in Sachen Lärmsanierung Osttangente:
    Hinsichtlich Lärmschutz entlang der Osttangente planen Bund und Kanton einige Massnahmen wie z.B. einen lärmarmen Belag, endlich eine Lärmschutzwand auf der Schwarzwaldbrücke unterwasserseitig sowie die teilweise Finanzierung von 1900 Schallschutzfenstern. Wir, die IG Osttangente und unser Verein, begrüssen diese Massnahmen, sie gehen aber viel zu wenig weit. Zusätzliche Massnahmen fordert auch Dominique König-Lüdin in ihrer Motion. Die vorberatende Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission hörte uns beide Anwohnerorganisationen an, unsere Forderungen wurden erfreulicherweise in den Kommissionsbericht integriert. Diesem wurde am 14. Mai 2020 vom Grossen Rat Basel-Stadt praktisch einstimmig zugestimmt und ein Kredit von 4 Millionen Franken für übergesetzliche Lärmschutzmassnahmen bewilligt. Demgemäss wird die Regierung u.a. beauftragt, einen Ratschlag für höhere Lärmschutzwände in der Schwarzwaldallee auszuarbeiten und sich zusammen mit den Kantonsvertreter*innen auf nationaler Ebene für Tempo 60 für Lastwagen bzw. eine generelle Temporeduktion auf Autobahnen in dicht besiedelten Gebieten einzusetzen. Diese erfreulichen Nachrichten veranlassten Angi Baltermia und Bruno Keller je einen Leserbrief für die BaZ und die bz zu verfassen. Die bz publizierte ihn in der Ausgabe vom 18. Mai 2020, die BaZ am 22. Mai 2020.

  • Die UVEK des Grossen Rats nimmt einige unserer Anliegen auf:
    Es tut gut, dass neben den unzähligen Hiobsbotschaften rund ums Coronavirus zur Abwechslung mal was Erfreuliches - wenn auch auf einem ganz anderen Gebiet - zu vermelden ist: Die Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (UVEK) des Grossen Rats hat in ihrem Bericht zur Ausgabenbewilligung für übergesetzliche Lärmschutzmassnahmen Osttangente und zur Motion König-Lüdin einige Anliegen der IG und unseres Vereins aufgenommen. So möchte sie die Einhausung Breite West mit der ursprünglichen Länge von 500 m prüfen lassen und die Lärmschutzwand auf der Schwarzwaldbrücke unterwasserseitig so gestalten, dass der motorisierte und der Langsamverkehr getrennt sind. Für uns im Kleinbasel sind folgende zwei Punkte von besonderem Interesse: Die UVEK möchte eine höhere Lärmschutzwand an der Schwarzwaldallee prüfen lassen. Sie hält da eine erhöhte Lärmschutzwand auf einer separaten Konstruktion mit Fundamentierung auf der Lokalstrassenebene oder eine seitlich zur Brücke verlaufende, freistehende Lärmschutzwand mit einer Rohrkonstruktion für möglich. Sie erwartet vom Regierungsrat (im Ratschlag) einen entsprechenden Vorschlag. Ferner möchte sie, dass Tempo 60 für Lastwagen auf der Osttangente rechnerisch geprüft wird, so dass die Auswirkungen einer solchen Temporeduktion klar ersichtlich sind. Sie bittet die Vertreterinnen und Vertreter des Kantons im National- und Ständerat, politisch aktiv zu werden, damit solche Geschwindigkeitsreduktionen auf Autobahnen möglich werden. Die Zeitungen bz (am 16.3.2020) und BaZ (am 19.3.2020) berichteten darüber, worauf unser Präsident einen Leserbrief verfasst hat, der in der bz am 19.3.2020, in der BaZ aber nicht veröffentlicht wurde.

Ältere Nachrichten und Dokumente finden Sie unter Archiv / Links.

Unseren Verein erreichen Sie unter: info@osttangente-so-nicht.ch


Das Projekt Ausbau Osttangente

Der Bund und der Kanton Basel-Stadt planen die Osttangente, d.h. die Autobahn zwischen dem Schwarzwaldtunnel und dem Gellert-Dreieck, um zwei Fahrspuren zu verbreitern. Begründet wird dieser Ausbau mit einer prognostizierten pendlerbedingten Zunahme des Verkehrs bis zum Jahre 2030 um 25-30%. Besonders betroffen von diesem Ausbau sind die Quartiere Wettstein, Hirzbrunnen, Breite, Lehenmatt und Gellert. Gemäss einer kantonalen Studie wird eine "Wohnnutzung" in der Häuserzeile der Schwarzwaldallee an der Autobahn "praktisch verunmöglicht".

Die heutige Situation

Bereits heute führt die Autobahn sehr nahe an Wohnhäusern vorbei. Für die Bewohner ist die Beeinträchtigung der Wohnqualität durch Lärm, Schadstoffe, Abgase etc. enorm. Eine Verbreiterung der Autobahn vor allem an der Schwarzwaldallee würde zu einer unerträglichen Situation führen.


Luftbild Schwarwaldallee Grenzacherstrasse Luftbild Schwarwaldallee

An der Schwarzwaldallee zwischen der Grenzacherstrasse und der Wettsteinallee (Bild links) würde die Autobahn um eine Fahrspur näher an die Häuser reichen. Der Abstand zwischen Hausfassade und Autobahn würde sich auf ca. 7 Meter verringern (das Bild in der Mitte zeigt den Blick von der Grenzacherstrasse Richtung Badischer Bahnhof). Im Abschnitt zwischen der Wettsteinallee und dem Sandgruben-Schulhaus (Bild rechts) würde die Autobahn um zwei Fahrspuren in Richtung der Häuser erweitert, was das Wohnen dort praktisch verunmöglichen würde.

Impressionen von der Osttangente: Der folgende kurze Film zeigt die Situation an der Osttangente. Er wurde von einem Hausdach am Eisenbahnweg mit Blick Richtung Schwarzwaldbrücke am 22. September 2011 um ca. 15.30h aufgenommen. Er macht nicht nur das Verkehrsaufkommen deutlich (mit Güterzug im zweiten Teil des Films), sondern auch die grosse Lärmbelastung (unbedingt Lautsprecher einschalten).



Verein Ausbau Osttangente - so nicht!

Wir besorgte Anwohner der Autobahn haben im April 2010 den Verein Ausbau Osttangente - so nicht! gegründet. Unser Ziel ist der Erhalt der Lebens- und Wohnqualität in den vom Ausbau betroffenen Quartieren. Wir lehnen den geplanten Nationalstrassenausbau mitten durch ein dicht besiedeltes Wohngebiet ab.


Unterstützen Sie uns im Kampf um ein wohnliches Basel! Werden Sie Mitglied und/oder spenden Sie!


Verein Ausbau Osttangente - so nicht!
c/o Bruno Keller-Sprecher, Präsident, Schwarzwaldallee 56, 4058 Basel,
info@osttangente-so-nicht.ch
Vereinskonto: BKB, IBAN CH11 0077 0252 6448 1200 1 (Basler Kantonalbank)

Weitere Informationen finden Sie unter "heutige Situation" oder auf unserem Flyer.